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Ax Man – Der Holzfäller

Schon bei der ersten Besichtigung der in Frage kommenden Wohnungen letzten Ausgust hat Micha mit Freude den offenen Kamin in dem Wohnungen wahrgenommen. Ja und immer wieder hat Sie sich vorgestellt, wie sie mit einer Tasse Tee in den Sesseln vor dem knisternden Feuer sitzt und ein Buch liest.

So allmählich kühlt es nachts schon etwas ab und seit letztem Wochenende gehen die Temperaturen auf den Gefrierpunkt zu. Der liegt übrigens bei 32°F. Spätestens als Micha dann eines Tages mit zwei Bündel Holz vom Supermarkt zurück kommt, muss ich feststellen, dass ich bald den Pflichten eines Ehemannes nachkommen muss… Für Feuer sorgen. Leider kann ich hier nicht einfach Pa anrufen und nach Holz fragen, schön getrocknetes und gespaltenes Holz geliefert bekommen und dann noch nicht mal was dafür bezahlen.

Der erste Gedanke war, wenn es im Supermarkt schon schöne zurecht gepackte Bündel mit schönem angenagelten Henkel gibt, warum nicht einfach das in großen Mengen kaufen… Naja, bei Blick auf den Kassenzettel sehe ich ein, dass das keine Lösung ist. 5 Dollar für 0,75 cu ft (Kubikfuß). Ein Kubikfuß ist knapp 0,03m³, d.h. für einen Kubikmeter müsste ich über 160 Dollar bezahlen. Hinzu kommt, dass sich das Holz nicht so recht entzünden lässt, entweder liegt es an der Größe oder daran, dass es nicht richtig trocken ist.

Also muss eine andere Lösung her. Das Internet hilft mir mal wieder weiter. Bei der Lakeview Farm werde ich fündig. Ich schreibe Ihnen eine Email und bekomme als Antwort, dass man einfach vorbeikommen kann und falls keiner da ist, das Geld einfach in die Box, die beim Holz steht, schmeißen soll.

In Amerika wird Brennholz in der Maßeinheit Cord verkauft. Ein Cord entspricht knapp 4 Ster. Das ist für unsere Lagermöglichkeiten natürlich viel zu viel und daher sind wir auf der Suche nach 1/12 Cord oder einfach ein sog. „4ft x 2ft rack“. Also ein Stapel , der 1,20m auf 0,60m hat und aus einer Scheitlänge (ca. 0,4m) besteht. Der soll dann 30 Dollar kosten. Das klingt doch vernünftiger.

Am Samstag morgen wollen wir uns auf zur Farm machen. Aber vorher müssen wir uns noch überlegen, wie wir das Holz im Volvo transportieren… Gut, dass ich mal wieder alles aufgehoben hab. So finden die Umzugskisten von Dachser eine zweite Verwendung…

An der Farm angekommen, stehen schon einige „4ft x 2ft racks“ in zusammengeschraubten Holzkisten bereit, daneben eine kleine Kasse. Die Idee mit den Umzugskisten stellt sich als sehr gut heraus. Nach 10 Minuten sind vier Kisten voll und im Auto verstaut. Das Schleppen in den zweiten Stock war dann deutlich anstrengender aber ein bisschen körperliche Arbeit hat mir nicht geschadet ;-).

Am Abend als es dunkel wird, soll das Holz zum Einsatz kommen… Leider haben wir wieder das gleiche Problem wie mit dem Holz aus dem Supermarkt. Wahrscheinlich liegt es nicht an der Feuchtigkeit sondern eher an der Größe der Scheite. Mit unserem Anzündholz ist es nicht möglich, dass groß gespaltene Hartholz zum brennen zu bringen.

Daher geht es am Sonntag morgen auf zu Target. Dort erstehen wir richtiges Lumberjack (Holzfäller) – Equipment. Auf dem Balkon mache ich mich dann daran mit der passenden Musik (Jackyl – Lumberjack) einige Scheite zu zerkleinern. Optimal um die Agressionen abzubauen, die die erneute Niederlage vom FC St. Pauli aufgebaut hat.

Am Abend wird sich dann zeigen, ob sich die ganze Arbeit gelohnt hat…

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