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Die Schweden und wir…

Irgendwie haben es uns die Schweden angetan. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns in Schweden verlobt haben… Naja, die Theorie ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Vorliebe zu den schwedischen Möbeln konnte man in unseren vorangegangenen Wohnungen deutlich erkennen. Dem sind wir ja, wie ihr diesem Beitrag entnehmen konntet, auch treu geblieben.

Zu diesen Möbeln gesellt sich jetzt noch ein Schwede. Ihr braucht keine Angst zu haben. Das Gästezimmer haben wir nicht mit einem schwedischen Gaststudent belegt. Nein, im Hof steht er. Der Volvo. Ein V60. Für Amerika ganz untypisch ein Kombi. Das wird hier „hatchback“ genannt. Richtiger wäre aber „station wagon“. Eigentlich egal. Damit stechen wir auf jeden Fall aus der Maße heraus. Das wollten wir eigentlich auch mit der Farbe. Daher haben wir „Power Blue Metallic“ gewählt. Das hat im Internet so toll ausgeschaut. Aber als wir unser Auto dann das erste Mal sehen, stehen wir eher vor einem „Mausgrau Metallic mit ganz wenig Blauschimmer“.

Egal, wichtig ist, was ein Auto unter der Haube hat. Da wir es nicht übertreiben wollten, haben wir den kleinsten Motor gewählt. Das ist ein Vierzylinder Turbo-Benzinmotor mit 245 PS aus knapp 2 Liter Hubraum. Übertragen wird das Drehmoment von 350 Nm durch eine 8-Gang-Automatik. Wir fragen uns immer wieder wo man das Ganze ausfahren kann. Das haben wir bis jetzt noch nicht gefunden. Aber bis 60 mph beschleunigen macht auch Spaß.

Jetzt könnte man ja meinen, dass man das bestimmt am Geldbeutel merkt, wenn man an der Tankstelle steht… Insgesamt passen 17 Gallonen (= 64,3 Liter) in den Tank. Wenn man das mit Super Plus auffüllt, kostet das beim heutigen Spritpreis 43,8 $. Also knapp 40 Euro. Das kann sich sehen lassen. Also ungefähr die Hälfte im Vergleich zu Deutschland.

Was kann das Auto noch so alles. Die Amerikaner legen sehr viel Wert auf eine Rückfahrkamera. Dafür fehlt allerdings die Einparkhilfe vorne. Was aber bei den riesigen Parkplätzen hier kein Problem ist. Wichtig ist auch noch, dass man das Auto fernstarten kann. Dazu kann man den Volvo per App mit dem Smartphone verbinden. So kann man den Motor von jedem Ort der Welt aus fernstarten und die Klimaanlage oder die Heizung bis zu 15 Minuten vorlaufen lassen. Die Fenster, um im Sommer erstmal den Großteil der Hitze aus dem Auto zu bringen, kann man damit allerdings nicht bedienen. Es ist verrückt, aber bei den Spritpreisen auch nicht verwunderlich.

Wenn Micha mal alleine unterwegs ist und sie das Auto abgesperrt hat, kann ich sie bzw. das Auto orten. Meistens steht das Auto dann auf dem Parkplatz des Outlet-Centers. Wo Micha in der Zeit ist, kann ich mir nur denken. Ich muss ehrlich gestehen, dass das bisher erst einmal vorgekommen ist und das hab ich dann gleich genutzt um Euch diese Funktion zu demonstrieren. Eigentlich ist die Funktion dafür gedacht sein Auto auf den riesigen Parkplätzen wieder zu finden. Als zusätzliche Hilfe kann man das Auto Blinken bzw. Hupen & Blinken lassen.

 

5 Kommentare
  1. pa
    pa sagte:

    Erkundige dich doch mal, ob die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen bezahlbar sind. Vielleicht lohnt sich der Kick und du kannst den “Schweden“ ausfahren.

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    • Tobi
      Tobi sagte:

      Ich glaub das ist keine so gute Idee. Die Frau von meinem Arbeitskollegen wurde letzte Woche mit 10 Meilen drüber aufgehalten und das kostet 85 Dollar. Dazu kommt, dass die Versicherung hochgeht. Das kann man verhindern in dem man einen Anwalt aufsucht, der sich darauf spezialisiert hat solche Speed-Tickets vor Gericht zu verhandeln. Meistens kommt man dann mit einem blauen Auge davon. D.h. die Versicherung geht nicht hoch, das Ticket wird etwas günstiger aber den Anwalt muss man bezahlen. Letzen Endes rechnet es sich dann aber, da die Versicherung nicht hoch geht. Aber einige Hundert Dollar kommen schnell zusammmen.

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      • Sonja
        Sonja sagte:

        Ach, das holst du über den Spritpreis alles wieder rein 😀
        Die Farbbeschreibung diente wohl als billiges Lockangebot – das Auto sieht aber trotzdem toll aus!

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  2. Micha
    Micha sagte:

    Prima, jetzt werde ich nicht nur von der NSA sondern auch von meinem eigenen Ehemann ausgespäht. Willkommen im Land der unbegrenzten Kontrolle. Aber lieber Tobi, wo ich bin wenn das Auto auf dem Parkplatz des Outlet-Centers steht, siehst du spätestens auf deiner nächsten Kreditkartenrechnung. Kuss! 😉

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