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Ab in die Wüste – Palm Springs

Letzte Woche hatten Tobi und ich das Glück zu einem Meeting nach Palm Springs in Kalifornien zu müssen. Da bietet es sich natürlich an danach gleich noch ein paar Tage Urlaub dran zu hängen.

Am Montagnachmittag steigen wir also in der Flieger. Mit einem Zwischenstopp in Phoenix, Arizona geht es nach Palm Springs. Da wir Richtung Westen fliegen machen wir auf dem Weg noch 2 Stunden gut und kommen gegen 18:00 Uhr im warmen Kalifornien an. Bereits während des Flugs können wir beobachten wie sich die Landschaft unter uns von sattem Grün zu einem sandigen Braun ändert. Palm Springs liegt nämlich im Coachella Valley, einer Wüste.

Unser Hotel liegt nicht direkt in Palm Springs sondern in Palm Desert, weshalb wir zunächst ca. 25 Minuten mit einem Uber (privater Taxidienst) vom Flughafen zum Hotel fahren. Leider ist es bereits dunkel und wir können von der Wüstenlandschaft durch die wir gerade fahren nur wenig erkennen. Das Hotel hat mit Wüste allerdings nichts gemein. Auf dem ganzen Gelände zu dem auch ein Golfplatz gehört, grünt und blüht es. Außerdem gibt es überall kleine Wasserfälle und einen riesigen See der mit Booten befahren werden kann und an dem sich jede Menge Vögel niedergelassen haben.

Am Dienstag steht den ganzen Tag Meeting und abends ein gemeinsames Abendessen beim Japaner auf dem Programm, bei dem sich Tobi dann nach langem hin und her, tatsächlich dazu überreden lässt am nächsten Tag mit zum Golfspielen zu gehen.

Mittwochmorgen macht sich Tobi also auf zum zweiten Golfversuch seines Lebens. Eigentlich hatte er diesem Sport ja bereits nach unserer ersten Partie frustriert den Rücken gekehrt, aber einmal ist ja bekanntlich keinmal. Da ich den Tag ja auch irgendwie rumbringen muss mache ich mich auf ins Spa. Nach 20 Minuten im Hot Tub, lasse mir meine hartnäckige Verspannung aus der rechten Schulter massieren und beschließe den Tag nach einem Saunagang lesend am Pool. Von hier aus sehe ich dann am frühen Nachmittag auch wie Tobi mit seinem Golfkart auf Loch 18 zugeschossen kommt. Den Nachmittag verbringen wir auf unserem Balkon und genießen den Ausblick.

Am Donnerstag nehmen wir wieder ein Uber und fahren zur Palm Springs Aerial Tram Way, der längsten Seilbahn der Welt in einem Stück. Von der Talstation in 806 m Höhe bis zur 2595 m hoch gelegenen Bergstation am Mount San Jacinto überwindet sie einen Höhenunterschied von 1789 m und mehrere Klimazonen. Die Pendelbahn legt dabei eine schräge Länge von 3895 m zurück. Die Standfläche im Inneren der Kabine dreht sich während der Fahrt um sich selbst, wodurch man einen schon bei der Fahrt auf den Berg einen 360° Ausblick hat. Der Temperaturunterschied zwischen Tal und Berg liegt bei etwa 15°. Vom Gipfel aus hat man einen herrlichen Ausblick ins Tal und hier oben hat es immer noch knapp 2 Meter Schnee. Da wir nur mit Turnschuhen ausgerüstet sind fällt eine Wanderung leider flach, dennoch ist es ein spannendes Erlebnis innerhalb von 15 Minuten von der Wüste auf einen schneebedeckten Gipfel zu fahren. Am späten Nachmittag ist unser Kurzurlaub dann leider schon wieder vorbei und wir sitzen wieder im Flugzeug Richtung Missouri. Dieses Mal geht es Richtung Osten, d. h. wir verlieren 2 Stunden und kommen gegen Mitternacht im kalten St. Louis an.

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