Relativ zeitig verlassen Holland mit Ziel Chicago. Nach etwa drei Stunden erreichen wir Naperville einen Vorort südöstlich von Chicago. Hier treffen wir uns mit Tobi. Auf dem Parkplatz eines Starbucks, laden wir unser Gepäck um und geben anschließend unseren Mietwagen zurück. Tobi hat glücklicherweise schon im Voraus einen Parkplatz in der Innenstadt in der Nähe unseres Hotels reserviert. Leider können wir noch nicht einchecken, was allerdings nicht weiter schlimm ist. Wir haben nämlich Hunger und so essen wir bei Lou Malnati‘s unsere erste Chicago-style Pizza. Bei der Chicago-style oder auch Deep Dish Pizza bildet der Boden eine Schale mit hohem Rand, die dann mit Käse, Tomaten und Wurst gefüllt wird. Ich stelle fest, dass das definitiv nicht meine Lieblingsform der Pizza ist. Es geht eben nichts über eine vernünftige italienische Pizza.

Nach unserem Road-Trip durch das sehr ländliche Michigan, genießen wir die nächsten Tage das umtriebige Leben in Chicago. Wir gehen auf ein Konzert, frühstücken im Nutella Café , genießen die Sonne im Millenium Park und den Ausblick auf den Lake Michigan von der Navy Pier aus. Unser bevorzugtes Fortbewegungsmittel ist das Fahrrad. Mit Divvy, dem Stadtrad-Anbieter, in Chicago kann man bestens die Stadt erkunden. An beinahe jeder Straßenecke befindet sich eine Ausleihstation bei der man sich gegen Zahlung einer einmaligen Tagesgebühr für jeweils 30 Minuten ein Rad leihen und an einer beliebigen anderen Station auch wieder abgeben kann. So hangelt man sich von Station zu Station und bekommt dabei jede Menge zu sehen.

In einer Stadt wie Chicago vergeht die Zeit wie im Flug. So kommt der Sonntag schneller als gedacht und wir treten unsere Heimreise nach St. Louis an. Auf der Hälfte machen wir einen kurzen Stopp in Arthur, einem kleinen Dorf in Illinois. Arthur ist das Zentrum des dortigen sogenannten Amish Country. In der Umgebung leben etwa 1000 amische Familien und das wird uns bereits auf der Landstaße klar, als uns ein Pferdefuhrwerk entgegenkommt. Ähnlich wie die Monolithen, die wir auf unserer Reise durch Ontario ja nicht getroffen haben, lehnen Amish People fortschrittlich Neuerungen aus religiösen Gründen ab bzw. akzeptieren diese erst nach eingehender Prüfung. Da heute Sonntag ist sind leider alle Läden geschlossen, dafür sind aber zahlreiche Familien mit Ihren Kutschen unterwegs. Ein wirklich seltsamer Anblick. Die letzten zweieinhalb Stunden Fahrt nach St. Louis verbringen wir damit darüber zu philosophieren wie es sich wohl lebt ohne Strom, Auto und Internet.

 

4 Kommentare
  1. Sonja
    Sonja sagte:

    Das sieht nach ner echt sehenswerten Stadt aus! Mal wieder Daumen hoch für euren Blog 😉 Und ich hoffe, dass wir uns im Dezember sehen können!

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    • Tobi
      Tobi sagte:

      Ja, das stimmt. Chicago ist schon den einen oder anderen Besuch wert. Sehr beeindruckend fand ich den Lake Michigan, da man überhaupt nicht das Gefühl hat, dass es sich um einen See handelt.

      Antworten

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