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Unterwegs im wilden Westen #4

Page → Flagstaff → Las Vegas

Es herrscht bereits reges Treiben als wir gegen 6:30 Uhr den Horseshoe-Bend am Stadtrand von Page erreichen. Die Fluss-Schlinge des Colorado River hat hier die Form eines Hufeisens und gehört (leider) neben dem Antelope Canyon zu den Top-Touristenattraktionen rund um Page. Dementsprechend werden hier schon am frühen Morgen Busladungen an asiatischen Touristen abgeladen, die sich dann laut quatschend auf dem 1.5 Meilen langen Pfad zur Aussichtsplattform begeben. Mir ist das so früh morgens noch ein bisschen zu viel Trubel und so herrlich der Horseshoe-Bend mit seinem smaragdgrünen Wasser im Morgenlicht auch aussieht, die Menschenmassen trüben die Stimmung einfach ein wenig.

An viele Menschen werden wir uns allerdings für heute gewöhnen müssen, denn bereits als wir in den Grand Canyon National Park hineinfahren fallen uns die „Parkplatz voll, bitte Ausweichparkplätze verwenden“-Schilder auf und auch auf dem Bright Angle Trail den wir uns für unsere Wanderung ausgesucht haben ist einiges los. Nichtsdestotrotz, der Grand Canyon ist einfach beeindruckend und zum Sonnenuntergang finden wir dann doch ein ruhiges Plätzchen an dem wir den Tag ausklingen und die herrliche Landschaft in aller Ruhe genießen können. Anschließend legen wir noch die ca. 80 Meilen nach Flagstaff zurück, wo wir, gleich nach dem Einchecken ins Motel, hundemüde ins Bett fallen.

Als letzter Punkt unserer Rundreise steht der Hoover Dam, der den Colorado River zum Lake Mead aufstaut, auf dem Programm. Daher führt uns unser Weg auf der alten Route 66 Richtung Westen. Nach etwa drei Stunden überqueren wir die Brücke die direkt neben der Talsperre den Colorado River überspannt. Wir nehmen die Ausfahrt „Hoover Dam“ und stehen kurz darauf erstmal im Stau. Jedes Auto wird, seit den Anschlägen vom 11. September, kontrolliert. Da der Andrang groß ist, dauert das natürlich ein wenig. Endlich im Visitor Center angekommen, nehmen wir an einer geführten Tour teil. Bei dem wir neben einem Einleitungsfilm auch den Turbinenraum des Kraftwerks zu sehen bekommen und zudem das Innere des Damms erkunden. Ein beeindruckendes Bauwerk. Vor allem wenn man bedenkt, dass es zwischen 1931 und 1935, und somit innerhalb nur vier Jahren, erbaut wurde. Interessanterweise ist der primäre Zweck des Hoover Dams nicht die Stromgewinnung, sondern die Wasserregulierung unterhalb des Stausees. Mit dem Stromverkauf wurde der Bau und wird die Instandhaltung finanziert.

Leider endet mit dem heutigen Tag auch unser Urlaub und so genießen wir noch einen letzten Sonnenuntergang am Lake Mead, bevor wir uns zum Flughafen aufmachen.

 

2 Kommentare
  1. Nadine
    Nadine sagte:

    Jetzt muss ich das hier doch mal kommentieren! Ich verfolge eueren Block schon sehr lange und freue mich immer wenn es Neuigkeiten von euch gibt! Ihr macht das echt Klasse! ?
    Wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit! Bleibt so!!!!! Macht echt Spaß an eurem Leben dort Teil zu haben!
    Liebe Grüße von Nadine aus Binswangen ?

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    • Micha
      Micha sagte:

      Hallo Nadine! Das ist ja toll von dir zu hören… Schön dass dir unser Blog gefällt! Dir auch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! VG Micha und Tobi

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