Munising – Mackinaw City (29.05.)

Wir bleiben zunächst im Pictured Rock National Lakeshore und starten den Tag mit einer dreistündigen Wanderung (8 Meilen) zum Chapel Rock. Der Weg führt uns durch dichte Wälder, vorbei an einem See zum Ufer des Lake Superior. Der Chapel Rock ist ein Felsen der, seit ein Teil der Felsküste abgerutscht ist, frei im Wasser steht. Auf dem Chapel Rock steht ein einzelner Baum der immer noch Wurzeln zum Festland hat. Diese wachsen wie eine Brücke vom Chapel Rock zum Festland und versorgen den Baum mit Wasser und Nährstoffen. 

Da wir nun ganz im Norden angekommen sind geht es nach unserer Wanderung und einem kleinen Snack weiter Richtung Süd-Osten zu den Tahquamenon Falls. Diese sehen aus wie kleine Niagara Fälle und werden, aufgrund ihrer bräunlichen Farbe und den dichten weißen Schaumkronen auch Root Beer Falls genannt. 

Von nun an geht es immer Richtung Süden. Heutiges Tagesziel ist Mackinaw City. Bevor wir die Stadt erreichen überqueren wir die Mackinac Bridge, die die zwei Halbinseln (Upper Peninsula und Lower Peninsula) aus denen Michigan besteht verbindet. Wir beziehen ein Motelzimmer mit Blick auf die Brücke und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend im Dixie-Saloon mit unserer teuersten Zeche der Reise.

Mackinaw City – Manistee (30.05.)

Es herrscht (wieder mal!?) Katerstimmung und wir brauchen ein bisschen bis wir unsere ganzen Sachen zusammengesammelt haben. Für heute stehen die Sleeping Bear Dunes auf dem Programm. Dort angekommen erklimmen wir eine der bis zu 35 Meter hohen Sanddünen die sich hier am Ufer des Lake Michigan ausbreiten. Das weckt unsere Lebensgeister. Der anschließende Scenic Drive bietet ein paar schöne Aussichtspunkte von denen aus wir ein paar tolle Fotos von den Dünen machen können. Abends checken wir in Manistee in einem Motel mit Zugang zum Strand ein. Leider hat es ein heftiges Gewitter und wir können den Strand nicht wirklich nutzen. So gehen wir gemütlich Essen und anschließend zeitig ins Bett.

Manistee – Grand Haven (31.05.)

Für heute steht ein wenige Action auf dem Programm. Im Silverlake State Park in Mears machen wir eine Tour durch die Dünen. Mit einem knallroten Jeep folgen wir unserm Guide in das sandige Gelände. Tina übernimmt als Erste das Steuer und steuert den Geländewagen souverän durch einige metertiefe Löcher und hinauf auf eine Düne. Nach etwa 20 Minuten wird gewechselt und ich bin an der Reihe. Wir stehen vor einer ca. 30 Meter hohen Sanddüne über die ich einen Bogen fahren soll. Der Trick dabei ist immer Vollgas zu fahren da sich der Jeep sonst im Sand eingräbt. Leider passiert mir das dann auch. Ich bin ein bisschen zu zaghaft und so muss ich die ganze Düne rückwärts wieder herunter. Ein echter Schockmoment, bei dem mir das Herz kurzzeitig stehenbleibt und dann zu rasen beginnt. Unten angekommen steige ich in das Auto des Guides um und fahre mit ihm den Silver-Lake-Rainbow. Er zeigt mir nochmal wie man ein Gaspedal wirklich ganz durchdrückt und beim zweiten Anlauf klappt es dann auch tatsächlich. Als Letzter ist dann Tobi dran, er hat den schwierigsten Teil der Tour vor sich, meistert aber alles natürlich mit Bravour. 

Von Mears aus fahren wir noch ein kleines Stück bis Grand Haven, wo wir unsere Zelte im State Park direkt am Strand aufschlagen und einen vergnüglichen Nachmittag am Strand und einen gemütlichen Abend in einem Restaurant mit Blick auf den Grand River verbringen.

Grand Haven – St. Louis (01.06.)

Leider haben wir, in unserer Urlaubsstimmung, völlig vergessen ein Hotel für unsere letzte Nacht in Chicago zu buchen. So verschieben wir unseren Besuch in Chicago auf nächstes Wochenende und fahren direkt nach St. Louis. Auf dem Weg dorthin machen wir zwei kleine Stopps in Holland und in Saugatuck, bevor wir uns auf unserem Weg nach Süden durch den Chicagoer Feierabendverkehr quälen. Auf dem Weg nach Hause beantwortet Tina mit Hilfe von Google alle offen gebliebenen Fragen dieses Trips, wie z. B. Was ist der Unterschied zwischen einem „No outlet“-Straßenschild und einem „Dead End“-Schild? Wird es eine nächste Eiszeit geben? Wie viele Zeitzonen hat der Bundesstaat Indiana und was ist eigentlich eine Terminbörse? Sieben Stunden Fahrt wollen schließlich irgendwie rumgebracht werden, zumal wir wieder einmal komplett quer durch Illinois müssen. Insgesamt haben wir in diesen 8 Tagen 2000 Meilen (=3200 km) zurück gelegt und dabei 5 Bundesstaaten (Missouri, Illinois, Wisconsin, Michigan und Indiana) besucht.

 

1 Antwort
  1. Hans
    Hans sagte:

    Sehr schöne Fotos,
    bei manchen Ausflügen wär ich richtig gern mit dabei.
    Klappt aber leider nicht!
    Wünsche euch weiterhin viel Spaß und eine gute Zeit.
    Genießt es so lange es geht!
    Liebe Grüße Hans

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